Über den Autor
Jonas Winterfeld ist ein Pseudonym. Der Autor hat sich bewusst dafür entschieden, dieses Buch nicht unter seinem eigenen Namen zu veröffentlichen – nicht aus Scheu, sondern aus Respekt. Wer seinen Namen nennt, ermöglicht Rückschlüsse auf die Menschen, um die es in diesem Buch geht. Und die Würde dieser Menschen, seiner Eltern, sollte unangetastet bleiben – zu Lebzeiten, und darüber hinaus.
Das Buch entstand aus einer Situation, die viele kennen und auf die kaum jemand vorbereitet ist: Der Moment, in dem Eltern plötzlich Pflege brauchen. Nicht irgendwann. Jetzt. Und man steht davor – ohne Wissen, ohne Erfahrung, ohne einen Kompass.
Für den Autor kam dieser Moment früher als erwartet. Er musste lesen, recherchieren, telefonieren, fragen – wieder und wieder. Pflegegrade, Anträge, Heimverträge, Vollmachten. Und nebenbei: die emotionale Seite. Die Erschöpfung. Das schlechte Gewissen. Das Schweigen am Telefon mit dem Bruder, der alles anders sah.
Was er sich in dieser Zeit gewünscht hätte, war ein Buch. Eines, das nicht nur erklärt, sondern auch versteht. Eines, das die bürokratische Wirklichkeit kennt und trotzdem nicht kalt bleibt. Eines, das zeigt: Andere haben das auch durchlebt. Man ist damit nicht allein.
Dieses Buch sollte es sein. „Ein letztes Zuhause" – benannt nach dem Ort, den seine Eltern bis zuletzt bewohnten. Ihrem eigenen Zuhause. Ihrem letzten.
Die Geschichte von Paul und Maria Hoffmann, die sich durch alle Kapitel zieht, ist fiktionalisiert. Namen, Orte und Abläufe wurden verändert. Aber die Erfahrung dahinter ist echt.