Pflegewissen
Was Ihnen zusteht – und wie Sie es bekommen.
Arthur ist seit Monaten für seine Eltern da. Er organisiert, kämpft und hält durch. Aber nicht alleine. Greta kommt jedes Wochenende und bringt Leichtigkeit in einen Alltag, der schwer geworden ist. Was viele nicht wissen: Solche Unterstützung lässt sich über die Pflegekasse finanzieren. Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege sind zwei der wichtigsten und am wenigsten bekannten Instrumente im deutschen Pflegesystem.
Als Arthur im Internet nach barrierefreien Umbauten suchte, war er überrascht: Es gab nicht zwei oder drei Möglichkeiten — sondern Dutzende. Rampen, Haltegriffe, bodengleiche Duschen, Treppenlifte, sprachgesteuerte Rollläden. Und das Beste: Vieles davon zahlt die Pflegekasse. Ganz oder zumindest zu einem großen Teil.
Die Lösung findet Arthur bei Amazon. Eine simple Funk-Klingel, 115 Dezibel laut, befestigt am Galgen von Pauls Pflegebett. Wenn Paul nachts Hilfe braucht, kräht ein Hahn – und Arthur ist wach. Keine teure Spezialausrüstung, keine lange Beantragung. Manchmal sind es die einfachen Dinge, die den Unterschied machen. Aber es gibt auch Hilfsmittel, die die Pflegekasse vollständig übernimmt – vom Pflegebett bis zum Rollstuhl, von Inkontinenzmaterial bis zum Notrufknopf. Was zusteht und wie man es bekommt, wissen die wenigsten.